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Genug der Mosquitos, Tsetse-Fliegen und Rauch in den Augen, eine Offerte führte mich in das traditionsreiche Marine Hotel in Port Elisabeth. Als Küchenchef stand ich drei Küchen vor und organisierte auch häufig sehr exclusive Events für den lokalen Pferdesport Klub.

Nach anderthalb Jahren zog es mich nach Durban, wo ich mich als Caterer für private Partys versuchte, das bedeutet, ich kochte in den Häusern der Kunden. Eine Laune des Schicksals oder vielleicht nur schlechtes Karma führte dazu, dass meine Kundschaft hauptsächlich aus betuchten, Juwelen behängten, zänkischen Witwen bestand, deren Hobby es war mir extra Aufgaben zu geben und den ausgemachten Preis zu drücken.



Ein Angebot aus Pretoria kam dann gerade recht und mein ständiger Begleiter seit Windhoek, ein etwas abartiger Kater namens Macak und ich machten uns auf den Weg in eine bessere Zukunft.
Nach einem kurzen Aufenthalt als Küchenchef im Assembly Hotel widmete ich mich für einige Zeit meiner nach Kochen zweiten Leidenschaft, der Kunst. Aus meinem Haus betrieb ich eine Gallerie für hauptsächlich afrikanische Kunst und bereitete auch eine eigene Ausstellung in Johannesburg vor. In der Zeit der Rassentrennung erregte das Ein und Aus-Gehen afrikanischer Künstler in meinem Haus den Unmut der Behörden und nach einer Razzia und Vorladung in das Büro des Staatsicherheitsdienst, sowie anderen Schikanen kehrte ich etwas genervt wieder in den Schoß der Gastronomie zurück.

Als Küchenchef von Union Caterers bekochte ich nun die höchsten Würdenträger des Staates, vom Präsidenten über Minister abwärts, denn die Regierung und Verwaltung zählten nach einiger Zeit zu unseren wichtigsten Kunden.


Union Caterers Büffet

Zwei langjährige Freunde hatten vor kurzem diese, bis dahin nur im Geschirrverleih tätige Firma, gekauft und versuchten nun im hart umkämpften Markt einen Partyservice aufzubauen.






Mein Einkommen war mit dem Umsatz verknüpft und der Anfang gestaltete sich auch für mich schwierig. Manchmal zahlte nur der Verkauf eines Bildes aus meiner Sammlung die Miete. Doch mein Vertrauen in diese zwei außergewöhnlich ideenreichen Gastronomen lies mich nicht aufgeben, und so konnte ich als Koch meinen Beitrag leisten zu dem enormen Erfolg und Wachstum, dessen sich die Firma nach einiger Zeit erfreute.


Hochzeitskutsche bei Union Caterers

Wir entwickelten einen außergewöhnlichen Präsentations-Stil und Büffet- Schaustücke, die der Firma schnell zu einem sehr individuellem und überaus positivem Image verhalfen. Zu unseren Kunden gehörten neben der Regierung auch die meisten, durch Gold reich gewordenen, Gemeinden um Johannesburg, sowie Minengesellschaften und viele Botschaften.

Veranstaltungen von über 1ooo Gästen waren nicht ungewöhnlich und am Ende meiner Zeit, nach 5 Jahren mit der Firma, zu der dann auch zwei Restaurants zählten, hatte ich über 30 Mitarbeiter in der Küche. Am Anfang bildete ich alle Mitarbeiter, hauptsächlich sehr fröhliche junge Frauen, selbst zu Köchen aus und es war mir ein besonderes Vergnügen, dass viele Jahre später mein Sohn als er ein Praktikum bei Union Caterers absolvierte, von denselben Damen einen Teil seiner Ausbildung erhielt!


Erste Küchen-Crew bei Union Caterers, SA

1975 war mein Eintritt in die Firma als Partner bereits beschlossene Sache. Da lernte ich während eines Urlaubs in Kenia meine zukünftige Frau Wangari Nguyo kennen, eine Afrikanerin von der Volksgruppe der Kikuyu. In den Tagen der Apartheid bedeutete dies das Ende meiner Karriere mit einer Firma, die viel mehr als nur ein Arbeitsplatz für mich war und ein Ende von allem was ich liebte und schätzte in Süd Afrika.


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